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2013 Report

The Rise of the South: Human Progress in a Diverse World is available for free downloading

Migranten steigern die Wirtschaftskraft

NZZ Online

Zuwanderer sind gemäss dem jüngsten Uno-Entwicklungsbericht für alle ein Gewinn. In den Aufnahmeländern steigern sie die Wirtschaftsleistung. Ihre Heimat unterstützen Migranten, indem sie viel mehr Geld dorthin schicken, alle Länder Entwicklungshilfe leisten.

(ap/sda/dpa) Unter dem Titel «Barrieren überwinden: Migration und menschliche Entwicklung» fordert der UNDP-Jahresbericht die Zielländer dazu auf, Massnahmen gegen die Diskriminierung von Migranten zu ergreifen. Regierungen in aller Welt sollten Menschen, die fern ihrer Heimat arbeiten, unterstützen und ihnen das Leben nicht schwerer machen. Befürwortet werden praktische Massnahmen, die die Bedingungen für ankommende Zuwanderer verbessern. Das bringe Vorteile sowohl für die aufnehmenden Länder als auch für die ursprünglichen Heimatorte.

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Migranten schickten pro Jahr mehr als 300 Milliarden Dollar an Angehörige in ihren Heimatländern. Das war viermal so viel wie die gesamte Entwicklungshilfe, die 2007 gewährt wurde. In vielen ärmeren Ländern machen diese Überweisungen einen erheblichen Teil der Konsumentenausgaben aus. Die Gastländer ihrerseits profitierten von den Steuern der Migranten, wachsender Produktivität und oft auch innovativen Ideen, welche die Migranten mitbrächten.

 

Meiste Wechsel im Heimatland

Die Vereinten Nationen weisen darauf hin, dass die meisten Wanderungsbewegungen weltweit nicht zwischen Entwicklungsländern und entwickelten Ländern stattfinden. Die überwiegende Mehrheit der Menschen wechsle den Wohnort innerhalb ihres Heimatlandes. Laut vorsichtigen Schätzungen sind rund 740 Millionen Menschen sogenannte Binnenmigranten, fast vier Mal mehr als Auswanderer.

Von den Menschen, die nationale Grenzen überschritten haben, sind nur knapp über ein Drittel von einem Entwicklungsland in ein entwickeltes Land gezogen, insgesamt weniger als 70 Millionen. Die meisten der weltweit 200 Millionen internationalen Migranten zogen von einem Entwicklungs- oder entwickelten Land in ein anderes.

Sieben Prozent sind Flüchtlinge

Schätzungsweise 14 Millionen Flüchtlinge leben laut dem Uno-Bericht ausserhalb des Landes ihrer Staatszugehörigkeit. Das entspricht in etwa 7 Prozent der Migranten weltweit. Die meisten bleiben in der Nähe des Landes, aus dem sie geflohen sind. Sie leben typischerweise in Flüchtlingscamps, bis die Umstände in ihrer Heimat wieder eine Rückkehr erlauben. Etwa eine halbe Million pro Jahr ersucht in einem entwickelten Land um Asyl. Mit etwa 26 Millionen liegt die Zahl der Binnenvertriebenen, die keine Landesgrenzen überschritten haben, wesentlich höher.

Menschen in armen Ländern haben laut dem Bericht die geringste Mobilität: So wandert weniger als ein Prozent der Afrikaner nach Europa aus. Überhaupt ist der Anteil von internationalen Migranten an der Weltbevölkerung in den vergangenen 50 Jahren stabil bei circa drei Prozent geblieben.

Mehr Chancen für höher Gebildete

Immer häufiger stossen Auswanderungswillige auf Barrieren, die Regierungen gegen Migration aufbauen. Die Strategien zielen im Allgemeinen darauf ab, besser ausgebildete Menschen aufzunehmen. Häufig versuchen Regierungen, Menschen mit geringem Bildungsstand ins Land zu holen und dann wieder wegzuschicken. «Sie behandeln Saisonarbeiter und irreguläre Arbeitnehmer manchmal gerade so wie Wasser, das man durch Auf- und Zudrehen des Wasserhahns beliebig fliessen lassen kann», heisst es in dem Bericht. Heute leben und arbeiten schätzungsweise 50 Millionen Menschen irregulär im Ausland.

«Es kann zu einem grossen Gewinn für die menschliche Entwicklung werden, wenn Barrieren für Zu- und Abwanderung gesenkt und die Migranten besser behandelt werden», erklären die Vereinten Nationen. Sie plädieren für Reformen, die sich mittel- bis langfristig auszahlen. Dazu gehört auch die «stärkere Öffnung bestehender Zuwanderungskanäle».

Dazu empfiehlt die Uno, die Programme für echte Saisonarbeit etwa in der Landwirtschaft und im Tourismus zu erweitern. Weiterhin schlagen sie vor, die Anzahl von Visa für gering qualifizierte Menschen in Abhängigkeit vom lokalen Bedarf zu erhöhen.

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